meine Freizeit

meine Freizeit

verbringe ich am liebsten mit meinen Liebsten.

Wir sind viel am und im Wasser, auf den Bergen, egal ob Sommer oder Winter, oder sonst wo in unserer schönen Gegend unterwegs.

Hier habe ich im Oktober 2012 unseren Urlaub beschrieben:

Urlaub im Hohen Norden

Meine Familie, das sind Marion (Mama und „Leithund“), Rudi (auch Papa genannt), Florian (Sohn, 15 Jahre), Cornelia (Tochter, 12 Jahre), und ich machen oft Urlaub im Hohen Norden, in zwei Ländern, die Schweden und Norwegen heißen. Dort verbringen nicht so viele Leute ihren Urlaub, weil sie glauben, dass es dort nur regnet und viele Mücken gibt, was aber gar nicht stimmt.

Wir sind dort oft ganz alleine in den Bergen und Wäldern unterwegs oder paddeln auf Flüssen in Seen oder auch auf dem Meer in Booten, die Kajak oder Kanu genannt werden. Wir schlafen in einem kleinen Haus aus Stoff, das auch Zelt heißt. Es ist immer sehr spannend, denn wir treffen oft Rentiere oder sogar Elche. Einmal, als wir unser Lager auf einer Halbinsel mitten in einem Fluss aufgebaut hatten, kamen soooo viele Rentiere bei uns vorbei, dass ich vor Aufregung total zittern musste. Es waren tausende Tiere und es dauerte sehr lange, bis sie an uns vorbei gewandert waren und wieder am fernen Horizont verschwanden. Sie mussten den Fluss queren, an dem unser Zelt stand und auch die jungen Tiere der Herde schwammen tapfer durch das Wasser. Danach war der ganze Fluss voll mit Rentierhaaren, die beim Durchschwimmen aus ihrem Winterfell geschwemmt wurden. Ganze Büschel waren das. Das Fell der Rentiere fühlt sich viel fester und borstiger an als meines. Ich verliere meine Haare ja auch öfter.

Ein anderes Mal, als meine Familie gerade in unserem Auto (das ist ein kleiner roter Bus mit weißem Dach) Karten gespielt hat, und ich davor Wache gehalten habe, sah ich ein großes Tier durch den See schwimmen. Und dann noch ein kleineres und dann noch eines. Ich musste meine Ohren spitzen, meine Nase in den Wind halten und ganz genau schauen, sodass auch meine Familie darauf aufmerksam wurde. Ich war ganz leise und die anderen auch. Man hörte nur das leise ruhige Schwimmen der drei Tiere. Es war eine Elchkuh mit ihren zwei Jungen. Als sie am anderen Ufer ankamen mussten sie sich schütteln, so wie ich das auch mache, wenn ich aus dem Wasser komme, und dann verschwanden sie im Wald. Sie sind ganz schön weit geschwommen – ich glaube das waren 500 Meter.

Meistens machen wir uns am Abend ein Feuer. Dazu müssen wir viel Holz aus den Wäldern zusammensuchen und ich helfe auch beim Herbeischaffen der Äste. Manchmal zerlege ich auch das Holz, damit es handlicher wird. Das Feuer brauchen wir, weil wir uns an ihm wärmen und auch kochen können. Wir haben viele Töpfe und Pfannen, die auf der Unterseite ganz schwarz sind, weil wir sie immer zum Kochen auf dem Feuer verwenden. Wir backen sogar Fladenbrot auf dem Feuer.

Wenn wir Glück haben fangen wir uns Fische, die wir dann essen können. Wenn nicht, dann gibt es meistens Nudeln. Die schmecken immer gut. Was wir allerdings immer finden, sind Heidelbeeren oder Himbeeren. Davon gibt es so viele, dass sich alle jeden Tag die Bäuche damit füllen könnten. Die Zungen und auch die Hände sind dann ganz blau, wenn wir so viele Heidelbeeren sammeln und essen. Für mich gibt es schon ein bisschen mehr als nur Beeren, weil davon werde ich nicht satt. Ich bin sehr froh, dass meine Familie immer gut für mich sorgt.

Jetzt muss ich Euch noch etwas Lustiges erzählen: Als wir wiedermal mit den Kajaks unterwegs waren und gerade in die Boote steigen wollten, sollte ich als Letzte ins Boot einsteigen. Rudi ist noch nicht auf seinem Platz gesessen und ich konnte es einfach nicht abwarten und sprang auf meinen Sitz. Aber irgendwie hat das Boot so gewackelt, so dass ich gleich wieder auf der anderen Seite hinausgefallen bin und – platsch – im Wasser landete. Fast gleichzeitig machte es nochmal – platsch – und auch Rudi landete im Wasser. Alle anderen mussten so lachen und hörten gar nicht mehr auf.

Ja, so ist das im Hohen Norden. Also ich kann es mir gar nicht schöner und lustiger vorstellen.

Es gäbe noch viel zu erzählen, aber jetzt muss ich mal eine Schreibpause machen, sonst schaffen das meine Pfoten nicht mehr.