Suchhündin

Suchhündin

Seit April 2014 sind Marion und ich beim Roten Kreuz bei den Suchhunden und wir dürfen beide viel Interessantes, Aufregendes und Neues lernen.

Es ist für uns beide eine ganz neue, ungewohnte Situation auf einem Hundeplatz zu trainieren. Viele meiner Suchhundekollegen beginnen mit dieser Ausbildung in sehr jungen Jahren bzw. Monaten und kennen daher nur diese Art der Ausbildung. Ich bin ja bereits fünf Jahre alt und habe bisher anders gelernt. Mein Frauli und ich verstehen uns fast ohne Worte, wenn wir draußen unterwegs sind. Ich weiß genau, wann ich was zu tun habe. Ich darf mich immer völlig frei bewegen, weil ich gelernt habe alle Regeln einzuhalten, sodass das auch perfekt funktioniert.

Am Hundeplatz heißt es, ganz exakte Ausführungen zu lernen. Richtiges „Fuß gehen“, perfektes „Vorsitzen“, Gegenstände richtig halten und bringen, zu bestimmten Punkten zu laufen und dort zu verweilen, über Leitern zu gehen (aber nicht einfach drüberzugehen, sondern an der letzten Sprosse zu verweilen, bis man heruntergehoben wird) und natürlich vieles mehr. Es gibt viele Feinheiten, die man für diverse Prüfungen braucht. Es ist lustig, auch solche Aufgaben zu meistern. Es sollte jeder Schritt passen, fast wie bei einem Tanzpaar, das einen bestimmten Tanz vorführt.

Aber das ist nur ein kleiner Teil der Suchhundeausbildung, weil unser Ziel ist ja, vermisste Personen zu finden. Dabei geht es nicht nur um das Suchen, sondern auch darum, den Fund unseren Zweibeinern anzuzeigen. Das alles soll schnell, genau, ausdauernd und effizient funktionieren. Suchen lernen wir in verschiedenen Bereichen: auf der Lawine, in den Trümmern oder einfach auf einer Fläche, also in Wald und Feld.

Ihr könnt Euch jetzt sicher vorstellen, dass es viel Interessantes für Marion und mich zu lernen gibt.

Im Februar 2016 habe ich die Einsatztauglichkeit auf der Lawine bewiesen und im Juni 2016 auf der Fläche.